Die ältesten Kürbissamenfunde wurden in Mexiko entdeckt und, werden auf ein Alter von ca. 14.000 Jahren datiert. Damit ist der Kürbis die älteste Kulturpflanze Mittelamerikas, denn Mais und Bohnen wurden erst um einiges später von den indianischen Ureinwohnern gezüchtet und kultiviert. Zusammen bildeten diese drei Gemüsesorten die wichtigste vegetarische Nahrungsquelle für fast alle Ureinwohner des amerikanischen Kontinents, von den kanadischen Indianern bis zu den Indios in den den Anden.
Hochkulturen wie die der Maya und Azteken fanden für verschiedene Kürbisarten (Moschuskürbis, Ayote, Gartenkürbis...) neben kulinarischen auch medizinische Anwendungsgebiete. Viele Völker fertigten aus den Kürbisfrüchten Gefäße an, die allerdings später durch Behälter aus Keramik ersetzt wurden (jene behielten aber teilweise die typische Kürbisform bei).
Vielerorts wurden auch Masken und Musikinstrumente aus den in vielen Formen wachsenden Früchten gefertigt. Der Kürbis fand in Form von Rasseln, Flöten und Hörnern ebenso seinen Weg in die Riten zahlreicher Völker wie schon zuvor in anderer Form in die Küche und an das Krankenlager.
Die Pueblo-Indianer nennen heute noch schwangere Frauen liebevoll "Pumpkin", in Anlehnung an die Fruchtbarkeit dieser wertvollen Nutzpflanze.
Am 3. 12. 1492 sah Christoph Kolumbus die ersten Kürbisfelder.
27 Jahre später schrieb Gaspar de Espinosa in seinen Reiseberichten über Panama: "...die Melonen der Indios, die sich dort finden, sind größer und köstlicher als die, die man in allen diesen Königreichen gesehen hat...". Und so war der Kürbis das erste Gemüse, das aus Übersee nach Europa kam. Mais, Tomaten, Kartoffeln und andere Früchte fanden ihren Weg erst viel später zu uns in die Alte Welt.
Trotz dieses Umstandes ist der Kürbis jedoch erst in den letzten Jahren aus dem Schattendasein in das Licht der modernen Medizin, aber vor allem in die heimische Küche getreten.
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